Plasma TV Geräte
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Plasma TV Geräte

Plasma TV Geräte sind eine Alternative zu Fernsehgeräten mit Kathodenstrahlröhre. Die Konkurrenz für den herkömmlichen Fernseher ergibt sich in erster Linie in der Möglichkeit, Bildschirme mit einer größeren Diagonale und minimalem Platzverbrauch herzustellen. Plasma-TV-Geräte haben einen Flachbildschirm durch Sandwichbauweise. Durch die Plasma-Technologie verschwindet das Bildflimmern, das für den herkömmlichen Röhrenfernseher typisch ist. Der Bildkontrast und die Bildschärfe sind wesentlich besser bei Plasma-TV-Geräten.

Die Technik dahinter basiert auf Leuchtstoffen, die das Licht mit seinen unterschiedlichen Farben erzeugt. Diese Leuchtstoffe entstehen durch Plasma, woher auch der Name kommt. Plasma ist ein Gas, welches aus neutralen Teilchen (freie Ionen), angeregten Atomen und Elektronen besteht. Durch spontane Gasentladungen wird die Lichtstrahlung ausgesendet.

Plasma TV Geräte bestehen aus zwei Glasscheiben, zwischen denen sich kleine Zellen befinden. Jede Zelle leuchtet dabei in einer Grundfarbe, drei Zellen ergeben eine Kammer und somit einen Bildpunkt, auch Pixel genannt. Die verschiedenen Farben werden also für jeden Bildpunkt individuell gemischt. Die Kammern sind mit Edelgas (Neon, Xenon, Leuchtstoffe entsprechend der jeweiligen Grundfarbe) gefüllt und verfügen über einen Transistor, über den das Gas gezündet und zu Plasma wird. Das Plasma gibt ultraviolette Lichtstrahlen ab, welche durch die Leuchtstoffe in sichtbares Licht umgewandelt werden.

Der Nachteil ist, dass das Phosphor (der Leuchtstoff) altert und sich abnutzt. So verblasen häufig hell geleuchtet Bildpunkte schneller und stärker. Besonders macht sich dieser Makel bei Formatwechsel bemerkbar. Wurde längere Zeit im Format 4:3 geschaut, bleiben die Balken sichtbar, wenn auf 16:9 umgeschaltet wird. Weiter ist die Lebensdauer von Plasma-TV-Geräten dadurch geringer und der Stromverbrauch ist relativ hoch.

Gegenüber den LCD-TV-Geräten spielen die Plasma-TV-Geräte eine sehr untergeordnete Rolle. Die Hersteller widmen sich vermehrt der Weiterentwicklung der verkaufsstarken LCD-Geräte, die sich wesentlich besser auf dem Markt durchgesetzt haben. 2007 waren 8,8 von 10 verkauften Flachbildfernsehern LCD-Geräte.

Donald L. Bitzer und H. Gene Slottow haben 1964 den ersten Plasmabildschirm entwickelt. Das Einsatzgebiet des ersten Plasmabildschirms war ein Großrechnersystem einer Universität. Der große Vorteil war, dass der Bildschirm digital bedient werden konnte, was die Arbeit der Wissenschaftler erheblich vereinfacht hat. Dass zunächst der Röhrenmonitor an heimischen Computern Einzug gehalten hat, lag an den wesentlich geringeren Herstellungskosten.